Kurt Girk

Kurt Girk wurde 1932 in Ottakring geboren. Durch seine Bühnenpräsenz, gepaart mit augenzwinkerndem Vorstadtcharme und unnachahmlicher Eleganz wird er als „Frank Sinatra von Ottakring“ in die Geschichte eingehen.

Der Girk Kurtl sang schon als Bub gern und viel, seinen Erinnerungen zufolge hatte er dadurch in der Schule und in seiner Familie leichtes Spiel. 1953 debütierte er beim Weingartner in der Ottakringer Straße, unzählige weitere Heurigen und Wirtshäuser folgten einschließlich der Rinderhalle im Schlachthof St. Marx, wo viele Wienerliedsänger(innen) vor hunderten von begeisterten Viehtreibern unvergessliche Kostproben ihres Könnens gaben. Während die Rinderhalle nach ihrer Schließung jahrelang verfiel und erst jetzt wieder für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird, hat Kurt Girk eine nahtlose und erfüllte Karriere als Sänger vorzuweisen. Ein internationales Wirken hat ihn nie interessiert, Angebote aus Japan und Übersee hat er stets ausgeschlagen, selbst außerhalb von Wien tritt er ungern auf. Sein Lebensmotto artikulierte er einmal in dem von ihm und Rudi Koschelu getexteten Lied „I hab Hamweh nach Ottakring“: „Wiener Musik, sechzehnter Hieb, die zwa ghörn zsamm, das könnts ma glaubn.“

 

Foto: Wiener Volksliedwerk